Der bereits in den Jahren ab 1988 an Eric Rohmer, Wim Wenders, Henri Alekan, Herbert Achternbusch, Jacques Rivette und Werner Herzog verliehene Murnau Filmpreis wurde von der überörtlichen Rechtsanwaltskanzlei Streitbörger-Speckmann als „Bielefelder Friedrich Wilhelm Murnau Filmpreis“ wiederbelebt und mit einem Preisgeld von mindestens Euro 10.000,00 ausgestattet. Der Preis soll das kulturelle Ansehen der Stadt Bielefeld zusätzlich fördern.

Eine von Horst Annecke (Vorsitzender), Christiane Heuwinkel, Stefanie Schulte Strathaus und DanielKothenschulte gebildete Jury hat einstimmig den Film- und Opernregisseur Werner Schroeter und dessen kongeniale Kamerafrau Elfi Mikesch zu Preisträgern des Jahres 2010 bestimmt, weil beide in ihren Filmen die elementaren Kräfte der Liebe, des Lebens und des Todes ergründen und mit opernhafter Opulenz und dem Reichtum ihrer filmischen Ausdrucksmittel bewegende, zum Teil surreale Bilderwelten schaffen.

Der 1945 geborene Schroeter hat erste Lebensjahre in Bielefeld verbracht und neben seinen umfangreichen Dreharbeiten Zeit gefunden, auch zwei vielbeachtete Operninszenierungen am Bielefelder Stadttheater zu erarbeiten. Seine Filme wurden häufig ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goldenen Bären der Berlinale. Für sein Lebenswerk wurde ihm in Venedig ein Sonderpreis der Jury zuerkannt.

Die Preisverleihung am 14. März 2010 in der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld stand unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Bielefeld.

Werner Schroeter &
Elfi Mikesch