2010 bis 2017

Vorsitzender der neu berufenen Jury ist Dr. Horst Annecke als Vertreter der Gesellschaft, Christiane Heuwinkel, Vorsitzende der Bielefelder Friedrich Wilhelm Murnau-Gesellschaft, Daniel Kothenschulte, Filmkritiker (Frankfurter Rundschau), Filmhistoriker, Filmkurator und Stummfilmmusiker sowie Stefanie Schulte Strathaus, Co-Direktorin des Arsenal Institut für Film- und Videokunst e. V. Berlin, und Mitglied des Auswahlkomitees des Berlinale Forums. Nach Dr. Horst Anneckes Tod wird 2016 Christiane Heuwinkel als Vorsitzende benannt und Matthias Müller, Filmemacher und Professor für Experimentellen Film an der Kunsthochschule für Medien in Köln in die Jury berufen.

Erste Preisträger des „neuen“ Bielefelder Filmpreises sind 2010 der Film-, Theater- und Opernregisseur Werner Schroeter gemeinsam mit seiner langjährigen Kamerafrau Elfi Mikesch, die auch als Fotografin und Filmregisseurin arbeitet.

Ihnen folgt 2012 der finnische Regisseur Aki Kaurismäki, der nicht zuletzt in seinem 1999 gedrehten Schwarzweißfilm „Juha“ der Stummfilmtradition und –ästhetik seine Reverenz erweis.

Die französische Filmemacherin Chantal Akerman, Preisträgerin 2015, beeindruckt die Jury „durch ihr individuelles, streng persönliches Schaffen, mit dem sie dem europäischen Autorenkino seit über 40 Jahren eine einzigartige Stimme schenkt.“ Akerman in ihrer Dankesrede: „Murnau ist von grundlegender Bedeutung für meine Arbeit; diese Auszeichnung empfinde ich deshalb wie einen Nobelpreis.“

2017 geht der Preis an einen der eigenwilligsten Autorenfilmer, der weit über Deutschland hinaus internationales Renommee genießt: an Christian Petzold. Er schafft ein kluges, elegantes und verblüffendes Kino, das einen hohen Grad an filmhistorischem Bewusstsein mit einzigartigem visuellem Innovationsgeist verbindet.